Das Frankfurter Kultur Komitee e.V. entwickelt
kulturpolitisches Projekt für die Region FrankfurtRheinMain:
„Die zahlreichen Berichte und Gutachten über
die kultur- politischen Aufgaben der kommenden Jahre für die
Rhein-Main-Region, welche bisher in Auftrag gegeben wurden, haben uns nur
teilweise befriedigt“, erklärt Prof. Dr. Manfred Pohl, Gründer und
Vorsitzender des Vorstands des Frankfurter Kultur Komitee e.V.. „Aus diesem
Grund wollen wir, der Vorstand, die Gremien und die Mitglieder des
Frankfurter Kultur Komitee e.V. nun einen entscheidenden Beitrag zu dieser
Förderungsaufgabe leisten.“
Kultur ist ein wesentliches Element des Lebens und der Lebensqualität einer
Stadt und ihrer Region und gibt sich nach außen eine erkennbare
Alleinstellung. Die Kulturpolitik pflegt zum einen die „vorhandene“ Kultur,
und hat zum anderen die Aufgabe, durch strategisches Planen, Fördern und
Entwickeln „Geburtshelfer“ der Kultur der Zukunft zu sein. „Um hier eine
wirklich innovative Perspektive zu eröffnen, hat das Frankfurter Kultur
Komitee“, so Pohl, „einen einzigartigen Wettbewerb ausgeschrieben, in
welchem sich Gestalter und Entscheider von morgen zur Kultur der Zukunft im
Rhein-Main-Gebiet äußern sollen, nämlich die Studenten!“
Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Das Projekt „Quo vadis Kultur
Rhein-Main“ erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten und soll
mit einer Ausstellung der konkurrierenden konzeptionellen Ansätze in
visualisierter Form sowie mit der damit verbundenen Preisverleihung durch
eine Jury im Frühherbst 2007 enden. Kultur und Kulturpolitik im Rhein-Main-Gebiet braucht die Visionen der
jungen Generation; braucht Diskussions- und Aktivitätsimpulse, die frei sind
von den etablierten Vorstellungen. Durch die Einladung verschiedener
Hoch-/Fachschulen und deren Studenten zu diesem Wettbewerb sollen bewusst
unterschiedliche Sichtweisen zum Tragen kommen. Jeder Wettbewerbsbeitrag
muss von der Analyse des Status Quo bis hin zu einer Vision mit umsetzbarem
Ansatz reichen. Ziel sind ganzheitliche visionäre Konzepte, die dann in
einen Forderungs- und Aktivitäten-katalog münden sollen.
Teilnehmerkreis:
- Akademie für
Marketing-Kommunikation, Frankfurt,
- Hochschule für Gestaltung Offenbach
- Hochschule für Musik und
Darstellende Kunst, Frankfurt
- Staatliche Hochschule für bildende
Künste -
Städelschule, Frankfurt
- Hochschule Darmstadt
- Fachhochschule Mainz
- Goethe-Universität Frankfurt,
Fachbereich
Gesellschaftswissenschaften/
Insitut für
Sozialisationsforschung und Sozialpsychologie
Die Projektgruppen setzen sich aus
Studenten und Professoren der teilnehmenden Hochschulen zusammen. Ein
„Projektrat“ aus Mitgliedern aller Gruppen leistet die erforderliche
Koordination der Teilnehmer untereinander.
Das Projekt teilt sich in zwei Phasen:
In der ersten Phase entwickeln die Projektgruppen ihre spezifische Sicht auf
die regionale Kultur - der Versuch einer klaren
Begriffs-/Bedeutungsbestimmung von „Kultur“ aus den einzelnen Gruppen
heraus. Den Gruppen wird lediglich nahe gelegt, vorhandene Untersuchungen
und Planungen für die Kulturpolitik der Städte, Gemeinden und der Region
Rhein/Main bei ihren Untersuchungen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse
dieser Phase werden von den Teilnehmern einer vom Frankfurter Kultur Komitee
e.V. berufenen Jury präsentiert und dann zusammengefasst zur Grundlage der
zweiten Phase. Prof. Dr. Hilmar Hoffmann, ehemaliger Kulturdezernent der
Stadt Frankfurt, derzeit Mitglied der Kulturstiftung des Bundes und
Vorsitzender des Verwaltungsrats des DIF Deutsches Filminstitut, konnte als
Vorsitzender der Jury gewonnen werden.
In der zweiten Phase erarbeiten die Wettbewerber ihre jeweiligen Pläne für
eine kulturelle Entwicklung und Zukunft der Region unter Einbeziehung
folgender Fragestellungen: Welche Bedeutung/Funktion wird Kultur in Zukunft
für das Rhein-Main-Gebiet haben? Wie und unter welchen Zielsetzungen für
Gesellschaft (alle Bevölkerungsgruppen), Politik
(Landes-/Regional-/Lokalpolitik) und Wirtschaft soll sich die
„Kulturlandschaft“ des Rhein-Main-Gebietes verändern/entwickeln und welche
Rollen sollen dabei Gruppierungen innerhalb der Gesellschaft, der Politik
und der Wirtschaft wahrnehmen?
Das Preisgeld geht zur Hälfte an die Studenten der Gewinnergruppe, die
andere Hälfte erhält der Projektgruppenleiter als Vertreter der Hochschule.
Darüber hinaus erhalten die teilnehmenden Hochschulen für ihre Aufwendungen
während des Wettbewerbs einen Kostenbeitrag von bis zu 5.000 Euro.