Mit "Frankfurt Wegweisern" die kulturelle Vielfalt der Stadt erleben.
Eine Initiative des Frankfurter Kultur Komitee e.V. gemeinsam mit der
Industrie- und Handelskammer Frankfurt und der Stadt Frankfurt.
Wo geht es hier zum Goethehaus? Oder zum Museum für Moderne Kunst?
Oder zum Städel? Fragen wie diese bereiten Besuchern der Stadt Frankfurt
am Main oft selbst dann Kopfzerbrechen, wenn sie sich nur einen
Steinwurf von ihren Zielen entfernt befinden. Denn Hinweisschilder sind
Mangelware.
Doch nun kommt Abhilfe: Ein in dieser Form neuartiges zweisprachiges
(deutsch/englisch) Orientierungsleitsystem, initiiert vom
Frankfurter Kultur Komitee e. V. gemeinsam mit der Stadt
Frankfurt und der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, sorgt künftig
dafür, dass Bürger und Touristen besser auf die Sehenswürdigkeiten der
Stadt aufmerksam gemacht werden und leichter zu ihnen finden.
Wie das funktioniert, davon kann man sich seit Freitag, 10. Juni 2005,
vor dem Café Hauptwache einen ersten Eindruck verschaffen. Dort
enthüllten Professor Dr. Manfred Pohl, Vorstandsvorsitzender des
Frankfurter Kultur Komitee e. V., Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer
der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, und Stadtrat Franz
Zimmermann, Frankfurter Baudezernent, gemeinsam den ersten von 18 "Frankfurt
Wegweisern": auffällig gestaltete Elemente, die in den nächsten
Monaten an vielen zentralen Plätzen im Stadtkern positioniert werden und
die ein System von nicht nur touristisch interessanten Fingerzeigen
bilden.
Bei den Wegweisern handelt es sich um jeweils sternförmig gruppierte
Stelen: eine allgemeine Informationstafel mit Übersichts- und Detailplan
sowie ergänzende Elemente, deren Richtungsweisung über direkte
Sichtachsen aufzeigt, welche Sehenswürdigkeiten dort in bis zu 500 Meter
Entfernung zu besuchen sind. Jedes dieser Objekte führt 73 Frankfurter
Highlights per nummerierter Liste und Stadtplan auf und bietet weitere
Informationen in Text (deutsch/englisch) und Bild (siehe
auch: Details).
"Seit über 20 Jahren gibt es die unterschiedlichsten Bemühungen, ein
vernünftiges Wegweisersystem in Frankfurt zu errichten. Aber erst die
Initiative des Frankfurter Kultur Komitee e.V. vor 2 Jahren führte zur
Realisierung", erklärt Prof. Dr. Manfred Pohl.
Zusammen mit der Stadt Frankfurt, der IHK Frankfurt und Prof. Peter
Eckart von der Hochschule für Gestaltung, Offenbach, habe der
Verein nun ein Wegweisersystem entwickelt, das in Deutschland
wahrscheinlich einmalig ist. "Das Frankfurter Kultur Komitee e.V.
finanziert das Projekt - der Preis pro Stele beläuft sich auf ca. 7.000
Euro - mit rund 100.000 Euro." Symbolwert hat es nach Manfred Pohls
Worten, dass der erste Frankfurt Wegweiser genau jetzt, ein Jahr vor
Beginn der Fußball-WM aufgestellt wurde.
"Wir müssen die WM 2006 nutzen, um Frankfurt international als
liebens- und lebenswerte Stadt zu präsentieren. Nur dann wird es uns
gelingen, die WM-Touristen nachhaltig an Frankfurt zu binden. Sie werden
wiederkommen, wenn wir uns als perfekte Gastgeber erwiesen haben",
sagt Matthias Gräßle, Hauptgeschäftsführer der IHK Frankfurt und
ergänzt: "Von den Projektkosten übernimmt die IHK Frankfurt 25.000
Euro".
Der Baudezernent der Stadt Frankfurt Franz Zimmermann übernahm seitens
der Stadt die Koordination, nachdem andere Dezernate ihm die
Federführung überlassen hatten. "Eine provisorische zweisprachige
Beschilderung an den Baudenkmälern gibt es schon länger, aber jetzt wird
mit den Wegweisern ein schlüssiges Konzept umgesetzt und eine über zehn
Jahre währende Diskussion in Frankfurt beendet. Die Stadt übernimmt
deshalb gerne die Fundamentierung der Wegweiser", erläutert der
Stadtrat.
Der Designer Professor Peter Eckart, Gestalter des
Orientierungsleitsystems, ergänzt abschließend: "Mit unseren
‚Frankfurt Wegweisern' wollen wir interessierte Menschen auf informative
Weise dazu anregen, die Stadt zu entdecken." Ein Anliegen, das die
volle Unterstützung aller Beteiligten findet.
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