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Eine neue Kommune - Leitlinien für die Metropole Die Initiativen IBA, 2030 und die Themenwelten sind hervorragend. Das zeigt, dass in der Region ein Bedarf nach Klarheit darüber besteht, wie die Zukunft der Region zu gestalten ist. Diese Konzepte erweisen sich alle inhaltlich als sinnvoll, greifen aber zu kurz. Wenn man die Zukunft einer Region gestalten will, muss man ganzheitlich denken. Tatsächlich muss man wirklich sehen, wie sich Europa, Deutschland und die Region in den nächsten drei Jahrzehnten entwickeln wird. Es stellt sich die Frage, wie sich etwas Eigenständiges und Markantes für FrankfurtRheinMain mit Zukunftsorientierung herausbilden lässt. Frankfurt hat drei Merkmale, die herausstechen: 1. der Flughafen, 2. die Vielfalt, auch der Menschen, die hier leben. 40 Prozent der Menschen in dieser Stadt haben inzwischen einen Migrationshintergrund. 3. Die Europäischen Zentralbank, durch sie hat Frankfurt eine besondere Stellung als Europastadt. Aus diesen drei Faktoren heraus ergeben sich viele Perspektiven – sowohl für den Wissenschaftsstandort, als auch für die „Stadt des freien Denkens“. Die Goethe-Universität spielt eine hervorgehobene Rolle im europäischen Maßstab. Frankfurt könnte als Wissensstadt eigene Akzente setzen. Heute fehlt aber leider die Euphorie des Geistes wie zu Zeiten Adornos und Habermas. Wie baut man eine Stadt verstandesgemäß, und wie bringt man die Emotionen unter - das sind zwei Züge, die entscheidend sind. Kultur braucht auch ein hohes Maß an Emotionen. Das bringt mich zu der Frage: Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Das lässt sich nicht allein über Architektur und Oper lösen. Vielmehr gäbe es ein Alleinstellungsmerkmal, wenn Frankfurt und die Region anfangen würden, eine solitäre Kultur zu entwickeln, einmalig in der Welt. Die Zukunft ist ein Wettbewerb der Ideen um ein besseres Leben und Lebensqualität. Ich meine mit Kultur nicht die Ebene der Hochkultur, die von einer kleinen Gruppe von Bürgern goutiert wird. Ich meine das Zusammenleben der Menschen, das sich in vielen Bereichen zentral verändern wird. Dabei spielt die demografische Entwicklung eine zentrale Rolle. Es wird eine rapide steigende Zahl alter Menschen geben. Das heißt, eine Kommune muss sich bereits heute darauf vorbereiten, wie die Bevölkerung 2030 aussieht. Dazu kommt, dass man diesen Menschen Werte und Gemeinsinn mitgeben muss, damit sie zusammenleben können. Für die künftige Kultur kommt es nicht darauf an, wie viele Menschen in die Alte Oper gehen, sondern für die Menschen, die nicht dorthin gehen, muss man andere Angebote schaffen. Dazu muss man herausfinden, was die Menschen eigentlich wollen. Eine Untersuchung des Frankfurt Kultur Komitees hat gezeigt, dass die Menschen breite Angebote wünschen. Es fließen hohe Subventionen in die Oper, aber an den Schulen unterrichtet niemand Musik. Das geht in die falsche Richtung. Wichtig ist, welche Kommune eine Vorreiterrolle für die Entwicklung übernimmt. Warum kann nicht Frankfurt diese Kommune sein? Wie gesagt, wir brauchen grundlegende Konzepte, die in der Zukunft Bestand haben und die vor allem der demografischen Entwicklung gerecht werden. Wir brauchen die "Neue Kommune der Zukunft", einer Zukunft, in der die Regionen stark werden. Also muss man die Republik ganz neu zuschneiden. Frankfurt liegt in der Mitte der Region, die von Ludwigshafen, Mainz hinauf bis nach Gießen reicht und ein unheimliches Potenzial besitzt. Von dort aus muss man dann über die Perspektiven dieses Ballungsraumes nachdenken. (Aus einem Interview mit Matthias Arning, FR) Offener Brief an die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel: Der Hessische Apfelwein und die RegionMit großem Entsetzen haben wir zur Kenntnis genommen, dass Sie Überlegungen angestellt haben, mit der Weinmarktreform innerhalb der europäischen Union den Begriff „Apfelwein“ zu verbieten. Der Vorstand des Frankfurter Kultur Komitee e.V. protestiert hiermit aufs Heftigste gegen Eingriffe Brüssels in die Kultur von Regionen. Die Identität von Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region ist wesentlich mit dem hessischen Nationalgetränk Apfelwein verbunden. Eine regionale Identität kann nicht dadurch gefördert werden, dass regionale und lokale Identitäten zerstört werden. Genau das Gegenteil ist der Fall. Hierdurch schaden Sie massiv einem europäischen Zusammenwachsen. Denn nur Menschen, die sich mit ihrer Region identifizieren, werden sich auch für ein vereintes Europa einsetzen. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass es zentralere Probleme zu lösen gibt, als sich mit Wortspielereien zu beschäftigen. Als Beispiele zu nennen sind die Entbürokratisierung, die Integration ausländischer Mitbürger und -bürgerinnen oder andere sinnvollere Formen, die Einheit und das Selbstbewusstsein Europas in der Globalisierung zu fördern. Die Globalisierung bedarf einer eigenen Identität und Kultur, und diese sind nur dann stark, wenn lokale und regionale Kulturen nicht nur bewahrt sondern gestärkt und global kommuniziert werden. Wir hoffen, dass sich gerade in Bezug auf den Begriff Apfelwein, der bereits von den Römern gepresst und seit dem 16. Jahrhundert ein wesentliches Identifikationsmerkmal der Rhein-Main-Region ist, ein schnelles Umdenken bei Ihnen und vor allem bei Ihren Mitarbeitern, die sich mit derart unsinnigen Reglementierungen befassen, durchsetzten wird. Der Vorstand des Frankfurter Kultur Komitee e.V. Ein Schmuckstück für HausenBraucht Frankfurt schöne Moscheen, wie Intergrationsdezernent Jean Claude Diallo findet? Oder eine Sehenswürdigkeit für Touristen, womit Ünal Kaymakci von der Gemeinde türkischer und pakistanischer Schiiten für den Bau um den Bau der Moschee in Hausen wirbt? Damit können die Gegner sicher nicht überzeugt werden! Aus der hitzigen Debatte der letzten Wochen werden sich die Stadtpolitiker nicht mehr lange heraushalten können. Wie auch immer man dazu stehen mag, das Thema geht nicht nur den Ortbeirat, die Gegner und Befürworter in Hausen etwas an. Denn es trifft die Stadt im Kern ihrer multikulturellen Zusammensetzung! Claudia Neumann Weniger Professuren in Deutschland!1451 Stellen in zehn Jahren gestrichen / Geisteswissenschaften besonders betroffen! Die heutige Schlagzeile auf der Titelseite der FAZ ist alarmierend: Insgesamt 11,6 Prozent der Professorenstellen in Deutschland (von 1995 bis 2005) wurden alleine in den Geisteswissenschaften gestrichen – vorsichtig formuliert „nicht wieder besetzt“; insgesamt sind es 1451. Profilbildung und Exzellenzinitiative zu Lasten der Geisteswissenschaften? Der deutsche Hochschulverband fordert die Wiederbesetzung der gestrichenen Stellen in allen Bereichen; „eine Qualitätsver-besserung des Hochschulsystems und der Studienbedingungen ist ohne spürbare Veränderung des international nicht konkurrenzfähigen Verhältnisses von 60 Studierenden pro Hochschullehrer nicht möglich“. Wird diese Auswertung des Deutschen Hochschulverbandes die Verantwortlichen wachrütteln und zum Handeln „anregen“?
Claudia Neumann DAS ENDE DES WEIßEN MANNES„Bleiberecht“ und „Familie“ – über diese Themen diskutiert der Bundestag am Montag, dem 12. März 2007. Dass diese Themen in einem ganz engen Zusammenhang stehen und die zukünftige Struktur unserer Gesellschaft entscheidend mit beeinflussen werden, wird am Montag an anderer Stelle ebenfalls diskutiert. Um 19.30 Uhr im Haus Metzler in Frankfurt am Main findet dazu eine Podiumsdiskussion statt mit Prof. Dr. Harald Müller, Friedens- und Konfliktforscher; Omid Nouripour, Mitglied des Deutschen Bundestages; Prof. Dr. Felix Semmelroth, Dezernent für Kultur und Wissenschaft in Frankfurt am Main; Prof. Dr. Mita Banerjee, Nordamerikanische Kulturwissenschaft Universität Siegen und Prof. Dr. Manfred Pohl, Autor des Buches „Das Ende des Weißen Mannes“; Moderation: Dr. Dieter Sattler, Frankfurter Neue Presse. Es müssen in einem globalisierten Deutschland ganzheitliche Überlegungen angestellt werden, die weit über die Vorstellungen von Frau von der Leyen hinausgehen. Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Niemand aber hat das Recht festzulegen, wo die Kinder herkommen. Es gibt genug Familien mit vielen Kindern auf der Welt, die gerne in Deutschland ein ‚Bleiberecht’ hätten.
Manfred Pohl
Rettet Radio X!Die Finanzierung der Offenen Kanäle und nichtkommerziellen Radiosender in Hessen wie der Frankfurter Radiosender RADIO X ist in Gefahr! Die geplante Änderung des Hessischen Privatrundfunkgesetztes sieht eine Verschiebung bei der Finanzierung zugunsten der Förderung der technischen Infrastruktur vor. Es kann und darf nicht sein, dass diese wichtigen Plattformen als Orte des interkulturellen Austauschs untergehen, da sie nicht im kommerziellen „Rampenlicht“ stehen und nicht den Merkmalen eines Medien-„Leuchtturms“ entsprechen.
Claudia Neumann Wohin entwickelt sich die Goethe-Universität?Asta, Fachschaft und Personalrat sind nicht begeistert: Die Goethe-Universität soll nach dem Willen des Präsidenten in eine Stiftungshochschule umgewandelt werden! Skeptisch steht man der in Aussicht gestellten Autonomie gegenüber. Am 14. Februar fällt im Senat der Hochschule die Entscheidung, ob diese Entwicklung vorangetrieben werden kann! Die Frage: Zu viel Macht dem Präsidium oder der Weg zur internationalen Spitze? Claudia Neumann Die Kulturregion Frankfurt Rhein Main - Inhalte sind die Basis einer jeden Finanzierung!Der Vorstand des Frankfurter Kultur Komitee e.V. begrüßt die Aktivitäten der Mediationsrunde sehr, ganz besonders auch deswegen, weil hierdurch Bewegung in die Diskussion um die Kulturpolitik der Rhein-Main-Region kommt. Allerdings scheint es uns, dass das Pferd von hinten aufgezäumt wird. Es handelt sich um das Einsammeln von Geldern in einen gemeinsamen Topf und das Gründen einer Einrichtung, die diesen verwaltet. Eins scheint dabei jedoch völlig außer acht gelassen worden sein: Inhalt! Deshalb haben wir einen regionalen Hochschulwettbewerb mit sieben Hochschulen aus dem Rhein-Main-Gebiet - Akademie für Marketing-Kommunikation, Frankfurt, Fachhochschule Mainz, Goethe-Universität, Frankfurt, Hochschule Darmstadt, Hochschule für Gestaltung Offenbach, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt, Staatliche Hochschule für Bildende Künste Städelschule, Frankfurt - ins Leben gerufen, in welchem sich die Gestalter und Entscheider von morgen äußern sollen: die Studenten. Ziel ist es, eine Neukonzeption der Kulturpolitik für die Rhein-Main-Region zu entwerfen und am Ende über eine Kulturszene nachzudenken, wie sie Frankfurt und der Region gerecht werden kann. An erster Stelle steht der Inhalt, dann erst sollte man über die Finanzierung reden - die Inhalte sind die Basis einer jeden Finanzierung!
Prof. Dr. Manfred Pohl „Kopfpauschale“ für Leuchttürme......... Lösung für Kulturstreit zwischen der Hessischen Landesregierung und der Region Frankfurt-Rhein-Main? "Eine Region, die im weltweiten Wettbewerb trotz ihrer vergleichsweise geringen Einwohnerzahl in einem Atemzug mit London und New York genannt werden will und auch wird, muss alle gemeinsame Kraft darauf verwenden, nicht nur bei Verkehr und Finanzen, sondern gerade auch in der Kultur ernst genommen zu werden", so der Hessische Ministerpräsident Roland Koch. Der 23. September ist Stichtag: Bis zu diesem Datum sollen die 75 Kommunen der Kernregion Frankfurt-Rhein-Main zu einer gemeinsamen Lösung gekommen sein, wie die Kultureinrichtungen mit überregionaler Bedeutung in Zukunft finanziert werden können. Dies hatte die Landesregierung im Juli 2005 zur Auflage gemacht. Sollte dies nicht geschehen, droht sie mit einem Kultur-Pflichtverband. Die Politiker im Ballungsraum erwarten nun, einen festen Betrag pro Einwohner in den Kultur-Topf einbezahlen zu müssen, aus dem dann die „Leuchttürme“ der Region finanziert werden. Es wird derzeit von 5 Euro gesprochen – die Landesregierung fordert mindestens 10 Euro. Hanau und Offenbach haben nun bereits Klage eingereicht. Ist es für die einzelnen Kommunen zumutbar, eine „Kultur-Kopfpauschale“ zu bezahlen, die zur Finanzierung „fremder“ Einrichtungen dient und im eigenen Kulturetat dann fehlt? Oder ist ein Finanzausgleich für den „Unterhalt kultureller Einrichtungen mit überörtlicher Bedeutung“, der nach Ansicht der Regierung insbesondere zwischen dem Umland und der Stadt Frankfurt stattfinden müsste, absolut vertretbar und in jedem Fall einzufordern?
Claudia Neumann
Neuer Kulturdezernent packt an!Auf geht's. Prof. Felix Semmelroth, Frankfurts neuer Kulturdezernent, geht schnell und tatkräftig die „Baustellen“ in der Museumslandschaft an. Nach seiner Wahl in der vergangenen Woche möchte er zügig Lösungen herbeiführen, so liest man heute in der Presse. Die Pläne zum Abriss des Historischen Museums werden neu diskutiert; der Erweiterungsbau des Museums der Weltkulturen soll wieder auf die Tagesordnung. Endlich!!
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