Der Künstler Ottmar Hörl

Ottmar Hörl am 1. April 2015: „Jede Stadt träumt von einem Wahrzeichen, das Identifikation stiftet und einen eindeutigen Wiedererkennungswert hat. Frankfurt hat eine lange Tradition als Handelsstadt in Europa und in der Welt, es ist eine Stätte der Finanzwelt. Die Euro-Skulptur nimmt auf diese Geschichte Bezug und ist vor allem ein Symbol der Vision vieler Menschen mittels einer neuer Währung ein neues Europa zu schaffen. Weltweit trägt die Statue zur Popularität Frankfurts bei. Als Wahrzeichen wird sie von allen Menschen verstanden, ob Krankenschwester oder Universitätsprofessor.

Sie ist das meistfotografierte und meistveröffentlichte Symbol der Stadt, das meistveröffentlichte Kunstwerk und noch dazu ein Magnet für Touristen. Wenn ein Werk über mehr als ein Jahrzehnt eine solch enorm erfolgreiche Wirkung hat, bedeutet das doch, man hat alles richtig gemacht. Der Eiffelturm wird nachts sogar extra beleuchtet. Die Renovierung der Freiheitsstaue in New York soll 100 Millionen Dollar gekostet haben, aber in Frankfurt jammert man und will auf solch ein Erfolgsmodell verzichten? Solch ein Verhalten der Stadt kann man doch nicht ansatzweise nachvollziehen.

Ich halte die Währungsunion und die Anstrengungen für ein gemeinsames solidarisches Europa nach wie vor und trotz aller Problematiken für eine der großartigen Errungenschaften des 21. Jahrhunderts. Solidarität muss man sich jedoch jeden Tag auf Neue erarbeiten und sie auch leben.

Daher freue mich für Frankfurt und Europa wirklich sehr, dass es nun gelingt das Wahrzeichen zu sanieren und auch junge Menschen dabei miteinzubeziehen.“

Biographie des Künstlers

Ottmar Hörl lebt und arbeitet in Frankfurt am Main, Nürnberg und Wertheim.

  • seit 2005
    Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
  • 2002
    intermedium-Preis, Bayerischer Rundfunk/ZKM Karlsruhe
  • seit 1999
    Professur für Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg
  • 1998
    Wilhelm-Loth-Preis, Darmstadt
  • 1997
    Cologne Fine Art-Preis (art multiple-Preis, Internationaler Kunstmarkt, Düsseldorf)
  • 1994
    Förderpreis für Baukunst, Akademie der Künste Berlin (mit Formalhaut)
  • 1992 – 93
    Gastprofessur an der TU Graz (mit Formalhaut)
  • 1985
    Gründung der Gruppe Formalhaut, mit den Architekten Gabriela Seifert und Götz Stöckmann
  • 1978 – 81
    Stipendium der Deutschen Studienstiftung
  • 1979 – 81
    Hochschule für Bildende Künste, Düsseldorf, bei Prof. Klaus Rinke
  • 1975 – 79
    Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, Frankfurt am Main
  • 1950
    geboren in Nauheim/Hessen