Kulturabend über den Dächern Frankfurts

Sylvia von Metzler, Markus Frank, Ralf Bauer, Wolfgang Kaus, Jean-Christophe Ammann und Béatrice Steimer beim Frankfurter Kulturabend

15.04.2013, Frankfurt: Der Frankfurter Zukunftsrat und das Frankfurter Kultur Komitee empfingen zahlreiche Gäste zur Vernissage der ganz besonderen Art mit dem Titel „the future is looking back at you“ von Béatrice Steimer.

Neben dem bekannten Schauspieler Ralf Bauer, Kunsthistoriker Prof. Jean-Christophe Ammann und Regisseur Wolfgang Kaus war auch Stadtrat Markus Frank anwesend. So betonte der Wirtschaftsdezernent, dass Kultur und Wirtschaft zwei Seiten einer Medaille sind und in Frankfurt in besonderer Weise gelebt werden. „Denn Frankfurt ist eine Stadt der Kreativität und mehr als nur eine Bankenstadt.“ Auch Wolfgang Kaus, der jahrelang das Volkstheater Frankfurt – Liesel Christ leitete und die Kulturlandschaft prägte, beschrieb die Kulturszene als sehr bunt und vielfältig. „So gibt es wohl in Deutschland keine weitere Stadt, die so viel Geld für die Kultur ausgibt.“
Ziel der Veranstaltung war es, Kultur in ihrer Vielfältigkeit näher zu bringen und für die Zukunft weiter voranzutreiben. So auch Ralf Bauer: „Manchmal muss man andere Wege gehen, um auch die jungen Leute ins Theater zu locken.“ Außerdem setzt sich Ralf Bauer für das Tibethaus in Frankfurt ein, welches kulturelle, keine politischen Interessen verfolgt.

Die Künstlerin Béatrice Steimer stellt mit ihren Werken in den Bereichen Performance, Filme und Fotografie insbesondere „die Vielschichtigkeit eines Augenblicks“ dar. Die Ausstellungsarchitektur für den Abend wurde von Bastian Wibranek entworfen und umgesetzt. Neben den ausgestellten Werken Steimers in der 2. Etage, gab es im 8. Stock zwei Filminstallationen. Eine Installation zeigte den auf eine Glaswand projizierten Film „the future is looking back at you“ von Steimer, welcher aus zwei Perspektiven betrachtet werden konnte. Im nächsten Raum befand sich ein von Wibranek erbauter Tunnel, in dem Filmaufnahmen der Iguazu-Wasserfälle an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien gezeigt wurden. Man konnte den Tunnel von zwei Seiten betreten, denn eines der Ziele war es, dass man sich darin begegnet.
Was Steimers Werke auszeichnet, ist laut Jean-Christophe Ammann, das Streben nach einer besseren Zukunft. Dafür reist sie viel und ist auf der Suche nach dem Paradies. Das hat sie auch gefunden. Mit vielen schönen Wasserfällen. Dort gibt es eine Gemeinschaft, die Wege erforscht, wie man in Zukunft zusammenleben kann.

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